Was leisten moderne Beschaffungsplattformen?

Was leisten moderne Beschaffungsplattformen?

Inhaltsangabe

Moderne Beschaffungsplattformen verändern, wie Unternehmen in Deutschland einkaufen. Dieser Text führt in das Thema ein und positioniert den Artikel als praxisnahe Produktbewertung für Einkaufsverantwortliche, CIOs und Finanzleiter.

Leser erfahren, welche konkreten Leistungen heutige Procurement-Plattformen und e-Procurement-Lösungen bieten. Es geht um schnellere Bestellprozesse, transparente Ausgaben und automatisierte Workflows.

Der Vergleich mit klassischen ERP-Systemen zeigt, wo Beschaffungssoftware Deutschland heute Mehrwert liefert. Erwähnte Marktführer wie SAP Ariba, Coupa, Jaggaer, Ivalua und Mercareon illustrieren Einsatzszenarien und die wachsende Cloud-Adoption.

Abschließend wird gezeigt, für welche Unternehmensgrößen und Branchen die Lösungen geeignet sind und welche messbaren Ergebnisse—etwa Kostenreduktion und Compliance-Unterstützung—zu erwarten sind.

Was leisten moderne Beschaffungsplattformen?

Moderne Beschaffungsplattformen bündeln Prozesse, Transparenz und Kollaboration für Einkaufsteams. Sie sind auf Effizienz und Nutzerfreundlichkeit ausgelegt und ergänzen bestehende Unternehmenssoftware, statt sie zu ersetzen.

Definition und Abgrenzung gegenüber klassischen ERP-Systemen

Die Definition Beschaffungsplattform umfasst spezialisierte Lösungen für Bedarfserfassung, Bestellfreigaben, Lieferantenauswahl, Vertragsmanagement und Rechnungsprüfung. Solche Plattformen fokussieren sich auf Beschaffungsprozesse und bieten oft cloudnative Oberflächen.

Beim Unterschied ERP vs. Procurement bleibt das ERP wie SAP ERP oder Oracle das zentrale Rückgrat für Finanz- und Produktionsdaten. Procurement-Plattformen liefern flexible Funktionen, schnellere Updates und bessere Usability. Sie integrieren sich per APIs, um Daten mit dem ERP auszutauschen.

Kernfunktionen und Leistungsumfang moderner Plattformen

Kernfunktionen e-Procurement umfassen Katalogmanagement, e‑Sourcing, e‑Auktionen, Bestell- und Freigabeprozesse sowie Rechnungs- und Zahlungsabwicklung. Vertragsmanagement und Spend Analytics gehören zum Standardumfang.

Erweiterte Features reichen von KI-gestützter Bedarfsvorhersage über Automatisierung wiederkehrender Bestellungen bis zu mobilen Apps und Marktplatzanbindung. Lieferantenportale unterstützen Onboarding und Compliance-Checks.

Typische Einsatzszenarien in deutschen Unternehmen

Einsatzszenarien Beschaffung reichen vom mittelständischen Betrieb bis zum globalen Konzern. KMU nutzen Plattformen zur Standardisierung und Transparenz der Ausgaben.

Konzerne setzen Systeme für zentrale Steuerung, globale Lieferantenportale und einheitliche Compliance ein. Branchen wie Industrie, Handel, Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung profitieren von dokumentierten Prozessen und effizienter Lieferkettenkoordination.

Wirtschaftliche Vorteile und Kosteneinsparungen durch Beschaffungsplattformen

Beschaffungsplattformen verändern das Einkaufswesen durch Transparenz und Automatisierung. Sie liefern Daten, die bessere Verhandlungspositionen ermöglichen und Ausgaben gezielt bündeln. Das führt zu spürbaren Kosteneinsparungen Beschaffung und schafft die Basis für strategische Sourcing-Entscheidungen.

Direkte Kostensenkung zeigt sich bei Preisen und Konditionen. Mit konsolidierten Volumina und klarer Spending Visibility erzielen Unternehmen günstigere Angebote von Lieferanten. Digitale Kataloge und Rahmenverträge reduzieren Preisabweichungen und senken MRO-Kosten. Praxisberichte nennen häufig 5–15% Einsparungen bei direkten Beschaffungskosten durch zentralisiertes Sourcing.

Indirekte Einsparungen entstehen durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten. Bestell-, Prüf- und Buchungsprozesse benötigen weniger manuelle Eingriffe. Das reduziert Personalkosten in Einkauf und Kreditorenbuchhaltung. Fehler wie falsch gebuchte Rechnungen treten seltener auf. Weniger Nacharbeit und reduzierte Skontoverluste verbessern die Bilanz.

Automatisierte Genehmigungsstrecken beschleunigen Durchlaufzeiten. Schnellere Bestellfreigaben und bessere Daten führen zu einem effizienteren Lagerumschlag. Diese Effekte steigern die operative Effizienz und tragen zu messbaren Einsparungen e-Procurement bei.

ROI Beschaffungsplattformen hängt vom Projektumfang ab. Unternehmen berichten von Amortisationszeiten zwischen sechs und 24 Monaten, wenn Implementierung und Prozessanpassung erfolgen. Relevante KPIs sind Einsparungen als Prozentsatz der Ausgaben, Reduktion manueller Bestellungen und Anteil automatisierter Rechnungen.

Bei der Bewertung ist der Blick auf den TCO Procurement zentral. Lizenzkosten sind nur ein Teil. Integrationsaufwand, Change-Management und laufender Support müssen eingerechnet werden. Nur so ergibt sich ein realistisches Bild von Kosten und Nutzen.

  • Einfache Kennzahlen zur Steuerung: prozentuale Einsparungen, Durchlaufzeit, Automatisierungsquote
  • Praxisorientierte Zielgrößen: 5–15% direkte Einsparungen, reduzierte Fehlerquote
  • Planungstipps: TCO Procurement vollständig erfassen und Amortisationsfenster realistisch ansetzen

Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung

Viele Unternehmen in Deutschland setzen auf digitale Plattformen, um Prozesse optimieren Einkauf und interne Abläufe zu straffen. Eine klare Struktur, einfache Bedienung und transparente Genehmigungswege reduzieren Fehler und sparen Zeit. Moderne Lösungen verbinden Bestellvorgänge mit Budgetkontrolle und Audit-Funktionen.

Digitale Bestell- und Freigabeprozesse

Elektronische Bestellungen mit standardisierten Katalogen verringern manuelle Eingaben. Vordefinierte Genehmigungsstufen und mobile Freigaben beschleunigen Entscheidungen. Auditierbare Freigaben erhöhen Transparenz und Verantwortlichkeit in Beschaffungsteams.

Workflow-Automatisierung und Rollenmanagement

Rollenbasierte Zugriffssteuerung stellt sicher, dass nur Berechtigte Bestellungen auslösen können. Genehmiger lassen sich automatisch nach Betrag, Projekt oder Kostenstelle zuweisen. Low-Code-Editoren ermöglichen es Fachabteilungen, Workflows ohne IT-Hilfe anzupassen.

Integration mit bestehenden Systemen und Datenflüssen

Nahtlose Systemintegration Beschaffung zu ERP-Systemen wie SAP S/4HANA sorgt für konsistente Stammdaten. APIs, Middleware wie Dell Boomi oder MuleSoft und Standardformate wie cXML oder EDI vereinfachen den Datenaustausch. Echtzeit-Synchronisation minimiert Doppelarbeit, während Batch-Schnittstellen ältere Systeme unterstützen.

  • Reduzierte Durchlaufzeiten durch automatisierte Freigaben und Eskalationsregeln.
  • Geringere Fehlerquote dank standardisierter digitale Bestellprozesse.
  • Höhere Transparenz bei Budgetnutzung und Ausgaben.
  • Skalierbare Workflows durch Workflow-Automatisierung Procurement, die Stellenprofile und Rollen flexibel abbilden.

Die Kombination aus Prozesse optimieren Einkauf, durchdachten digitalen Bestellprozessen und robuster Systemintegration Beschaffung schafft eine solide Basis. Teams gewinnen Zeit für strategische Aufgaben und Lieferketten werden belastbarer.

Lieferantenmanagement und Vernetzung

Moderne Beschaffungsplattformen verbinden technische Werkzeuge mit klaren Prozessen, damit Unternehmen Lieferanten effizient einbinden und steuern können. Das System zentralisiert Dokumente, Kommunikationskanäle und Leistungskennzahlen. So entsteht Transparenz für operatives und strategisches Lieferantenmanagement.

Onboarding und Performance-Tracking von Lieferanten

Digitale Supplier Onboarding-Prozesse erfassen Zertifikate, Bankdaten, Versicherungen und Compliance-Dokumente. Dieser digitale Ansatz spart Zeit gegenüber manuellen Verfahren und reduziert Fehlermeldungen. Anbieter wie SAP Ariba und Coupa stellen Supplier Portale bereit, in denen Lieferanten ihre Daten selbst pflegen.

Nach dem Onboarding ermöglicht KPI-Tracking konkrete Leistungsbewertungen. Kennzahlen wie Lieferzuverlässigkeit, Qualität und Durchlaufzeit liefern datengestützte Grundlagen für Entscheidungen. So wird das operative Lieferantenmanagement messbar und vergleichbar.

Marktplatzfunktionen und Supplier Collaboration

Integrationen zu externen Marktplätzen geben Zugriff auf zusätzliche Lieferanten und Standardartikel. Das senkt Beschaffungszeiten bei Routineartikeln und erhöht die Flexibilität bei Nachfrageschwankungen. Marktanbindungen vereinfachen das Sourcing von Normteilen und Ersatzteilen.

Kollaborationsfunktionen fördern die Abstimmung von Planung und Bedarf. Gemeinsame Bestellplanung und Forecast-Sharing verbessern die Koordination entlang der Lieferkette. Supplier Collaboration reduziert Abstimmungsaufwand und beschleunigt Reaktionszeiten bei Engpässen.

Risikomanagement und Lieferantenbewertung

Automatisierte Analysen kombinieren Bonitätsdaten, Nachhaltigkeitsbewertungen und geopolitische Informationen. Die Plattform generiert Risikomanagement Supply Chain-Scores und zeigt potenzielle Schwachstellen frühzeitig an. Diese Frühwarnsysteme unterstützen bei Lieferengpässen und Compliance-Verstößen.

Dokumentation und Audit-Trails sichern Nachverfolgbarkeit für Prüfungen. Systematische Lieferantenbewertung schafft Vergleichbarkeit und bildet die Basis für Verbesserungsprogramme. So lässt sich strategisches Lieferantenmanagement zielgerichtet umsetzen.

Datensicherheit, Compliance und rechtliche Aspekte

Moderne Beschaffungsplattformen verbinden Prozesse mit strengen Anforderungen an Datenschutz und Nachweisführung. Unternehmen in Deutschland suchen Lösungen, die Datensicherheit Beschaffung gewährleisten und gleichzeitig regulatorische Pflichten erfüllen.

DSGVO-Konformität und Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Lieferantendaten verlangt klare Regeln. Anbieter sollten einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anbieten und Rechenzentren in der EU oder in Deutschland nutzen.

Verschlüsselung während der Übertragung und im Ruhezustand reduziert Risiken. Strikte Zugriffs- und Rechtekonzepte minimieren Datenexposition und unterstützen die DSGVO Beschaffungsplattform-Compliance.

Audit-Trails, Archivierung und Nachweispflichten

Lückenlose Protokolle von Bestellungen, Freigaben und Rechnungen sind wichtig für steuerliche und rechtliche Nachweise. Ein Audit-Trail Procurement muss unveränderbar und nachvollziehbar sein.

Langzeitarchivierung von Belegen über geltende Aufbewahrungsfristen hinweg ist erforderlich. Revisionssichere Verfahren wie WORM-Speicher und digitale Signaturen stärken die Beweiskraft.

Branchen- und länderspezifische Regulierungen

Öffentliche Vergaben fordern besondere Dokumentation nach VgV und VOB. Plattformen sollten Module für diese Anforderungen anbieten.

Branchen wie Pharma, Lebensmittel und Energie unterliegen zusätzlichen Regeln wie GxP oder HACCP. Exportkontrollen, Zoll- und Sanktionschecks sind bei internationaler Beschaffung unerlässlich für Compliance Beschaffung Deutschland.

Bei Auswahl und Betrieb sollte die Balance zwischen Schutz, Nachweisbarkeit und Usability im Fokus stehen. Nur so trägt die IT-Landschaft zur sicheren und rechtskonformen Beschaffung bei.

Technische Architektur und Integrationsmöglichkeiten

Die Wahl der Architektur prägt Betrieb und Einführungsaufwand einer Beschaffungsplattform. Entscheider prüfen, ob eine Cloud Beschaffungsplattform oder ein On-Premises Procurement-Modell besser zum Unternehmen passt. Hybride Ansätze erlauben sensible Daten lokal zu halten, während Standardfunktionen in der Cloud laufen.

Cloud vs. On-Premises: Vor- und Nachteile

Eine Cloud Beschaffungsplattform bietet schnelle Bereitstellung und regelmäßige Updates. SaaS-Lösungen wie Coupa oder Ivalua liefern Skaleneffekte und geringere Anfangsinvestitionen.

On-Premises Procurement schafft maximale Kontrolle über Infrastruktur und Daten. Das Modell kann für regulierte Branchen sinnvoll sein, verlangt aber mehr Wartung und Kapitalkosten.

APIs, Schnittstellen und ERP-Integration

Für reibungslose Prozesse ist API Integration Einkauf zentral. RESTful APIs, SOAP, cXML und EDI sind gängige Wege. Gute API-Dokumentation verkürzt Projektzeiten.

Tiefe Integration mit SAP S/4HANA, Microsoft Dynamics oder Datev gewährleistet konsistente Finanz- und Stammdaten. Middleware wie SAP PI/PO oder Standardadapter erleichtern den Datenaustausch.

Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Performance

Skalierbarkeit Plattform lässt sich mit Multi-Tenancy und Auto-Scaling in der Cloud gut realisieren. Das sorgt für stabile Performance bei Lastspitzen.

SLA-Vereinbarungen regeln Uptime und Supportzeiten für unternehmenskritische Prozesse. Monitoring-Tools helfen bei Performance-Überwachung und Kapazitätsplanung.

Benutzerfreundlichkeit und Change Management

Benutzerfreundlichkeit entscheidet über den Erfolg einer digitalen Beschaffungsplattform. Wenn Anwender die Oberfläche schnell verstehen, sinkt der Widerstand gegen neue Prozesse. Gutes UI/UX-Design kombiniert klare Katalogstruktur mit konfigurierbaren Dashboards und erleichtert tägliche Abläufe.

UI/UX-Design und Anwenderakzeptanz

Intuitive Oberflächen und rollenbasierte Ansichten reduzieren Klickpfade und senken den Schulungsaufwand. Pilotphasen mit Nutzerfeedback zeigen Schwachstellen früh und verbessern die Nutzererfahrung. Firmen wie SAP oder Microsoft setzen auf einfache Navigationskonzepte, um die Akzeptanz zu erhöhen.

Schulungen, Support und Einführungskonzepte

Eine Mischung aus Online-Learning, Präsenztrainings und Learning-by-Doing hat sich bewährt. Pilotgruppen helfen, Prozesse zu testen und das Change Management Procurement zu strukturieren. Support-Modelle verbinden Hersteller-Support mit lokalen IT-Teams und internen Champions.

Akzeptanzfördernde Funktionen wie Self-Service

Self-Service Beschaffung reduziert interne Anfragen und beschleunigt Bestellprozesse. Personalisierte Templates, Favoritenkataloge und automatische Vorschläge steigern die Nutzung. Gamification-Elemente und transparente KPIs fördern Compliance und nachhaltiges Nutzungsverhalten.

  • Rollenbasierte Dashboards für schnelle Entscheidungen
  • Schulung e-Procurement in kleinen Modulen für bessere Lernkurven
  • Feedback-Schleifen zur kontinuierlichen Verbesserung

Auswahlkriterien und Bewertung von Beschaffungsplattformen

Bei der Auswahl Beschaffungsplattform steht der funktionale Fit im Vordergrund. Die Lösung muss Katalogmanagement, e-Sourcing, Vertragsmanagement, Rechnungsworkflow und Spend Analytics abdecken. Ein klarer Abgleich mit der Checkliste Procurement-Software hilft, Lücken früh zu erkennen und Prioritäten zu setzen.

Integrationsfähigkeit und Sicherheit sind gleichwertige Kriterien. Schnittstellen zu SAP, Microsoft Dynamics oder Datev per APIs oder Standardadaptern sichern den Datenaustausch. DSGVO-Konformität, Rechenzentrumsstandort und Zertifikate wie ISO 27001 sind verpflichtend für das Bewertungsraster bei der Bewertung e-Procurement.

Die Kostenstruktur beeinflusst die Entscheidung stark: Lizenzmodell, Implementierung und laufende Betriebskosten müssen transparent gerechnet werden. Ein Proof of Concept mit realen Use-Cases und Metriken vor und nach der Implementierung liefert belastbare Zahlen für einen Beschaffungsplattform Vergleich Deutschland.

Eine gewichtete Bewertungsmatrix (z. B. Integration 30 %, Kosten 20 %, UX 15 %, Sicherheit 20 %, Support 15 %) kombiniert mit Referenzbesuchen und Case Studies von Anbietern wie SAP Ariba, Coupa oder Jaggaer schafft Entscheidungsgrundlage. Die finale Auswahl sollte eine klare Integrationsstrategie, nachweisbaren ROI und starke Benutzerakzeptanz bieten. Eine Pilotphase und verhandelte SLA- sowie Exit-Klauseln sichern den langfristigen Erfolg.

FAQ

Was leisten moderne Beschaffungsplattformen?

Moderne Beschaffungsplattformen digitalisieren und zentralisieren den gesamten Einkaufsprozess. Sie bieten Katalogmanagement, e‑Sourcing, Bestell- und Freigabeprozesse, Vertragsmanagement, Rechnungsprüfung und Spend Analytics. Im Vergleich zu klassischen ERP‑Modulen sind sie meist cloudbasiert, schneller updatefähig und benutzerfreundlicher. In der Regel ergänzen sie ERP‑Systeme wie SAP S/4HANA oder Oracle und integrieren sich über APIs.

Für welche Unternehmensgrößen und Branchen eignen sich diese Plattformen?

Die Lösungen sind für KMU ebenso geeignet wie für Großkonzerne. Mittelständische Firmen nutzen sie zur Standardisierung und Kostenkontrolle; Konzerne profitieren von zentraler Steuerung, globalen Lieferantenportalen und Compliance. Typische Branchen sind Industrie, Handel, Gesundheitswesen und öffentliche Verwaltung.

Welche direkten Kosteneinsparungen sind realistisch?

Studien und Praxisbeispiele zeigen häufige Einsparungen von 5–15 % bei direkten Beschaffungskosten durch konsolidiertes Sourcing, digitale Kataloge und bessere Konditionen. Zusätzliche Einsparungen ergeben sich durch Rahmenverträge und geringere Preisabweichungen.

Wie tragen Beschaffungsplattformen zu indirekten Einsparungen bei?

Prozessautomatisierung reduziert manuellen Aufwand in Einkauf und Kreditorenbuchhaltung, minimiert Fehler und verringert Nacharbeiten. Schnellere Genehmigungsprozesse und geringere Durchlaufzeiten senken Personalkosten und verbessern Liquidität durch bessere Skontonutzung.

Wie schnell amortisiert sich eine Beschaffungsplattform?

Amortisationszeiten liegen typischerweise zwischen 6 und 24 Monaten, abhängig von Umfang, Unternehmensgröße und Implementierungsqualität. Wichtige KPIs sind Einsparungsquote, Anteil automatisierter Rechnungen und Reduktion manueller Bestellungen.

Welche Kernfunktionen sollte eine Plattform unbedingt haben?

Unverzichtbar sind Katalogmanagement, e‑Sourcing, Bestell‑ und Freigabeprozesse, Vertragsmanagement, Rechnungsworkflow, Lieferantenportal und Spend Analytics. Ergänzende Funktionen wie KI‑gestützte Bedarfsvorhersage, Low‑Code Workflow‑Editoren und mobile Freigaben steigern den Nutzen.

Wie läuft das Lieferantenonboarding und Performance‑Tracking ab?

Onboarding erfolgt digital und erfasst Zertifikate, Bankdaten sowie Compliance‑Dokumente. Lieferanten pflegen oft selbst ihre Daten im Supplier Portal. Performance‑KPIs wie Lieferzuverlässigkeit, Qualität und Durchlaufzeiten werden automatisch erfasst und unterstützen datenbasierte Entscheidungen.

Welche Integrationsoptionen zu ERP‑Systemen gibt es?

Plattformen bieten RESTful APIs, SOAP, cXML und EDI sowie Standardadapter für SAP, Microsoft Dynamics oder DATEV. Middleware wie Dell Boomi oder MuleSoft erleichtert die Integration. Echtzeit‑Synchronisation ist möglich, Batch‑Schnittstellen helfen bei älteren Systemen.

Cloud oder On‑Premises – welches Modell ist sinnvoll?

Cloud (SaaS) bietet schnelle Bereitstellung, regelmäßige Updates und geringere Anfangsinvestitionen. On‑Premises gewährt mehr Kontrolle und kann bei strengen Compliance‑Anforderungen nötig sein. Hybride Modelle kombinieren lokale Speicherung sensibler Daten mit Cloud‑Funktionen.

Wie stellen Anbieter DSGVO‑Konformität und Datensicherheit sicher?

Relevante Maßnahmen sind AVV (Auftragsverarbeitungsverträge), Rechenzentrumsstandorte in der EU/Deutschland, Verschlüsselung in transit und at rest, rollenbasierte Zugriffskonzepte sowie revisionssichere Archivierung (GoBD‑Konformität, WORM). Zertifikate wie ISO 27001 sind weitere Nachweise.

Welche Rolle spielt Workflow‑Automatisierung und Rollenmanagement?

Automatisierte Workflows beschleunigen Freigaben, reduzieren Ausnahmen und stellen Verantwortlichkeiten transparent dar. Rollenbasierte Zugriffssteuerung (RBAC) und automatische Genehmigerzuweisung nach Betrag oder Kostenstelle sichern Prozesse ab. Low‑Code‑Editoren ermöglichen Fachabteilungen eigenständige Anpassungen.

Wie unterstützen Plattformen das Risikomanagement bei Lieferanten?

Sie liefern automatisierte Risiko‑Scores aus Bonitätsdaten, Nachhaltigkeitsinformationen und geopolitischen Quellen. Frühwarnsysteme signalisieren Lieferengpässe oder Compliance‑Verstöße. Auditierbare Dokumentation erleichtert Nachverfolgung und bietet Grundlagen für Eskalationsprozesse.

Welche KPIs sind sinnvoll zur Bewertung einer Implementierung?

Relevante Kennzahlen sind Einsparungen in Prozent der Ausgaben, Anteil automatisierter Rechnungen, Reduktion manueller Bestellungen, Durchlaufzeit für Bestellungen und Lieferanten‑Performance. Diese KPIs zeigen ROI und Verbesserungen in Effizienz und Compliance.

Wie sollte der Auswahlprozess für eine Beschaffungsplattform aussehen?

Empfohlen werden Anforderungsanalyse, Proof of Concept mit realen Use‑Cases, Bewertungsmatrix mit Gewichtung der Kriterien (Integration, Kosten, UX, Sicherheit) und Referenzbesuche. Stakeholder aus Einkauf, IT, Finanzen und Compliance sollten früh eingebunden werden.

Welche Kostenfaktoren sind bei der TCO‑Betrachtung zu beachten?

Neben Lizenzkosten zählen Implementierung, Integrationsaufwand, Change‑Management, Schulungen, laufender Betrieb und Support. Ebenso wichtig sind Migrations‑ und Exit‑Kosten sowie mögliche Einsparungen durch Prozessoptimierung.

Wie wird die Anwenderakzeptanz gefördert?

Intuitive UI, klare Katalogstruktur, rollenbasierte Dashboards und Self‑Service‑Funktionen erhöhen Akzeptanz. Schulungen, Pilotgruppen und Nutzerfeedback während der Einführung sichern Erfolg. Favoritenkataloge und automatische Vorschläge unterstützen tägliche Nutzung.

Nennen Sie marktführende Anbieter und deutsche Alternativen.

Zu den globalen Anbietern zählen SAP Ariba, Coupa, Jaggaer und Ivalua. Deutsche oder in Deutschland relevante Anbieter sind Mercareon sowie spezialisierte Mittelstandslösungen. Die Auswahl hängt vom funktionalen Bedarf, Integrationsgrad und Compliance‑Anforderungen ab.
Facebook
Twitter
LinkedIn
Pinterest