Was macht ein Lagerlogistik-Manager?

Was macht ein Lagerlogistik-Manager?

Inhaltsangabe

Ein Lagerlogistik-Manager steuert die Abläufe im Lager und sorgt für Materialverfügbarkeit entlang der Supply Chain. Er überwacht Wareneingang und -ausgang, optimiert Bestandsverwaltung Logistik und koordiniert Personal sowie Technik.

Zu den Aufgaben Lagerlogistik Manager gehören die Bestandsführung, die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards und die Planung effizienter Prozesse. Lagerleiter Aufgaben wie Inventur, Versandsteuerung und Fehlerminimierung sind zentrale tägliche Verpflichtungen.

In Deutschland hängt erfolgreiches Logistikmanagement Deutschland oft von der Erfahrung des Lagerlogistik-Managers ab. Unternehmen wie DHL, DB Schenker und Amazon setzen auf diese Rolle, um Kosten zu senken und Lieferengpässe zu vermeiden.

Moderne Systeme wie WMS und ERP sind unverzichtbar für die Steuerung der Bestände. Kenntnisse in IT und Automatisierung verbessern die Effizienz und machen die Bestandsverwaltung Logistik belastbar und transparent.

Dieser Text richtet sich an Fachkräfte, Berufseinsteiger, Personalverantwortliche und Logistikinteressierte in Deutschland, die verstehen wollen, welche konkreten Lagerleiter Aufgaben und Verantwortungen diese Position trägt.

Was macht ein Lagerlogistik-Manager?

Der Lagerlogistik-Manager sorgt dafür, dass Waren pünktlich ankommen und verlassen. Er überwacht Abläufe, steuert Personal und hält Systeme aktuell. Ziel ist ein reibungsloser Warenfluss bei gleichbleibender Qualität.

Kerntätigkeiten im täglichen Betrieb

Zu den täglichen Aufgaben zählt die Koordination Wareneingang Warenausgang. Er prüft Lieferungen, kontrolliert Mengen und Qualität und stellt die Einlagerung nach FIFO- oder FEFO-Regeln sicher.

Die Bestandspflege Lager ist ein fortlaufender Prozess. Moderne WMS unterstützen bei Inventuren, Meldebeständen und der Analyse von Differenzen.

Ein weiteres Feld sind Sicherheits- und Qualitätsstandards Lager. Regelmäßige Schulungen, Audits und Kontrollen garantieren Compliance, etwa nach ISO- oder HACCP-Vorgaben.

Planung und Organisation von Lagerprozessen

Bei der Layout-Optimierung Lager plant der Manager Zonen für Kommissionierung, Reserve und Versand. Gute Wegeführung reduziert Handlingzeiten und erhöht die Produktivität.

Personalplanung Schichtkoordination gehört zur taktischen Arbeit. Dienstpläne richten sich nach Auftragslage, Qualifikation und gesetzlichen Vorgaben.

Technik und Automatisierung werden bewertet und eingeführt. Fördertechnik, Kommissionierroboter und FTS steigern Effizienz, wenn die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmt.

Schnittstelle zu anderen Abteilungen

Der Lagerlogistik-Manager stimmt sich eng mit Einkauf und Vertrieb ab. Liefertermine, Prioritäten und Reklamationen werden gemeinsam geklärt.

Er arbeitet mit IT und Einkauf an WMS- oder ERP-Anpassungen sowie an Beschaffungslösungen für Betriebsmittel.

Regelmäßige Kommunikation mit Lieferanten und Spediteuren optimiert Termine und Transportkosten. Detaillierte Prozesse helfen bei Eskalationen und Qualitätsfragen.

Weiterführende Einblicke zu Aufgaben und Prozessen bietet ein Praxisartikel zur Arbeitsweise von Lagerleitern im Warenfluss: wie arbeitet ein Lagerleiter im Warenfluss.

Wichtige Qualifikationen und Fähigkeiten für Lagerlogistik-Manager

Ein Lagerlogistik-Manager braucht eine Mischung aus technischem Wissen, methodischer Stärke und sozialer Kompetenz. Diese Fähigkeiten sorgen für reibungslose Abläufe, sichere Lieferketten und motivierte Teams. Im Folgenden werden die relevanten Qualifikationen knapp dargestellt.

Fachliche Kenntnisse

Praxis in Lagerverwaltungssystemen zählt zu den Grundvoraussetzungen. Kenntnisse in WMS Kenntnisse sind wichtig, ebenso Erfahrung mit ERP Systeme Logistik wie SAP EWM oder Microsoft Dynamics. Ein Manager muss Stammdaten pflegen, Kommissionierstrategien einstellen und Schnittstellen zu Transportmanagementsystemen betreuen.

Grundlagen der Materialwirtschaft und Bestandsführung gehören dazu. Methoden wie ABC-Analyse, Just-in-Time und Sicherheitsbestandsberechnung sind Teil des Alltags. Transport- und Verpackungslogistik runden das Profil ab, etwa Ladeoptimierung und Kenntnis nationaler Vorschriften.

Methodische und analytische Kompetenzen

Für Prozessoptimierung Lager sind Lean-Tools unverzichtbar. Lean Management Logistik mit 5S, Kaizen und Wertstromanalysen reduziert Verschwendung und verbessert Durchlaufzeiten. Projektmanagementfähigkeiten helfen bei Systemeinführungen und Automatisierungsprojekten.

Datenanalyse Bestandssteuerung ist zentral für Entscheidungen. KPIs wie Lagerumschlag, Durchlaufzeit und Picking-Genauigkeit werden mit Excel, Power BI oder anderen BI-Tools ausgewertet. Diese Kennzahlen erlauben präzise Steuerung und Prognosen.

Soziale und Führungsfähigkeiten

Die Führung Lagerteam verlangt Coaching, klare Zielvereinbarungen und faire Leistungsbeurteilungen. Gute Kommunikation fördert die Zusammenarbeit mit Einkauf, Produktion und Transportdienstleistern.

Konfliktlösung und Schulungsfähigkeiten sind entscheidend. Ein Manager erstellt Trainingspläne, führt Onboarding durch und fördert Weiterbildungen für Staplerschein und Arbeitssicherheit. Solche Maßnahmen stärken Motivation und Sicherheit im Betrieb.

Praktische Beispiele und Checklisten zur Material- und Zeitkoordination finden sich unter Materialkoordination und Baustellenlogistik, die konkrete Maßnahmen und digitale Tools beschreibt.

Typische Aufgabenbereiche und Verantwortlichkeiten in Lager und Logistik

Ein Lagerlogistik-Team trägt Verantwortung für viele operative Prozesse. Die Aufgaben reichen von Bestandskontrollen bis zur Koordination mit Versanddienstleistern. Ziel ist eine effiziente, sichere und nachhaltige Logistikumgebung.

Bestandsmanagement und Inventur

Regelmäßige Inventuren sind Pflicht. Die Inventurplanung Lager umfasst Jahresinventur, permanente Inventurverfahren und Cycle Counting. Diese Verfahren minimieren Störungen im Tagesgeschäft.

Fehlbestände Analyse gehört zum Tagesgeschäft. Ursachen wie Buchungsfehler, Diebstahl oder Fehler im Wareneingang werden identifiziert. Danach stimmen Lagerleiter Maßnahmen mit dem Controlling ab.

Maßnahmen zur Reduktion von Kosten dienen der Marge. Typische Hebel sind optimierte Bestellmengen, Konsignationslager und Cross-Docking. Solche Ansätze helfen, Bestandskosten senken zu können.

Versand, Verpackung und Retourenmanagement

Verpackungsprozesse werden standardisiert. Einheitliche Verpackungseinheiten und Versandoptimierungstools reduzieren Transportschäden und Kosten.

Retourenmanagement E-Commerce erfordert eigene Prozesse. Rücksendungen werden bewertet, wiederverwendbare Waren separiert und Reverse-Logistics-Anbieter eingebunden.

Die Auswahl von Versanddienstleistern ist zentral. Vertragsmanagement und Laufzeitvergleiche zwischen DHL, DPD, Hermes und UPS sichern Kostenkontrolle und zuverlässige Sendungsverfolgung.

Sicherheit, Compliance und Nachhaltigkeit

Arbeitsschutz Lager ist gesetzlich verankert. Schulungen für Flurförderzeuge, DGUV-konforme Abläufe und ADR-konforme Lagerung von Gefahrstoffsendungen sind Pflicht.

Nachhaltigkeit ist Teil moderner Logistik. Green Logistics umfasst die Reduktion von Verpackungsmaterial, energieeffiziente Fördertechnik und optimierte Tourenplanung zur Emissionsminderung.

Für Audits dokumentiert das Team Prüfprotokolle und Zertifikate. HACCP-, ISO- oder kundenspezifische Nachweise werden gepflegt, um Compliance sicher nachzuweisen.

Karrierewege, Gehalt und Chancen für Lagerlogistik-Manager in Deutschland

Der Einstieg erfolgt oft über die duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder über verwandte Ausbildungen im Handel und Technikbereich. Wer aufsteigen möchte, kann Industriemeister Logistik, den Fachwirt für Lager/Logistik oder einen staatlich geprüften Betriebswirt anstreben. Auch ein Bachelor oder Master in Logistik, Supply Chain Management oder Betriebswirtschaft öffnet Türen zu höheren Positionen.

Praxisrelevante Zertifikate wie SAP EWM, Lean Six Sigma oder Projektmanagement-Zertifikate (IPMA, PRINCE2) verbessern die Chancen spürbar. Kurse zu WMS-Anwenderschulungen sind besonders wertvoll, da Arbeitgeber konkrete Erfahrung mit Systemen erwarten. Weiterbildung Logistik ist damit ein zentraler Baustein für Karriere Lagerlogistik Manager.

Das Gehalt variiert stark: Region, Branche und Unternehmensgröße beeinflussen das Einkommen. Einstiegsgehälter nach Ausbildung liegen niedriger, mittlere Managementpositionen verdienen deutlich mehr. In Süddeutschland und in Branchen wie Automotive oder E-Commerce sind Gehälter oft höher. Tarifverträge im Handel und der Industrie sowie Zusatzleistungen wie Weihnachtsgeld, Firmenwagen und betriebliche Altersvorsorge sind üblich.

Die Jobchancen bleiben gut, da Automatisierung Logistik, Robotik, IoT und Green Logistics das Berufsbild verändern und Fachkräfte nachfragen. E-Commerce-Player wie Amazon und Zalando sowie Dienstleister wie DB Schenker oder Dachser suchen gezielt Personal. Wer WMS/ERP‑Erfahrung, nachweisbare Projekte und ein Netzwerk über IHK oder die Bundesvereinigung Logistik aufbaut, stärkt seine Position im Markt.

FAQ

Was macht ein Lagerlogistik-Manager?

Ein Lagerlogistik-Manager steuert alle Lagerprozesse, sorgt für Materialverfügbarkeit und optimiert Abläufe in der Supply Chain. Er organisiert Wareneingang und -ausgang, führt Bestandskontrollen durch, implementiert Qualitäts- und Sicherheitsstandards und koordiniert Personal und Technik. Moderne Aufgaben umfassen zudem die Nutzung von WMS- und ERP-Systemen wie SAP EWM oder Microsoft Dynamics sowie die Abstimmung mit Versanddienstleistern wie DHL oder DB Schenker.

Welche Kerntätigkeiten gehören zum täglichen Betrieb?

Tägliche Aufgaben sind die Überwachung eingehender Lieferungen, Wareneingangsprüfungen, Einlagerung nach FIFO/FEFO, effiziente Kommissionierung und Retourenbearbeitung. Außerdem zählt die permanente Bestandskontrolle per WMS, Nachschubsteuerung, Inventurabweichungsanalyse und die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsvorgaben wie HACCP oder ADR.

Wie plant und organisiert der Manager Lagerprozesse?

Er optimiert Lagerlayout und Flächenplanung, legt Lagerzonen fest und minimiert Wege zur Verringerung der Handlingzeiten. Personalplanung und Schichtkoordination werden an Auftragslage angepasst. Zudem bewertet er Einsatz von Fördertechnik und Automatisierung wie Kommissionierroboter oder fahrerlose Transportsysteme und entscheidet über Investitionen nach Kosten-Nutzen-Kriterien.

Wie arbeitet der Lagerlogistik-Manager mit anderen Abteilungen zusammen?

Er stimmt sich eng mit Einkauf, Vertrieb und Controlling ab, um Liefertermine und Prioritäten zu koordinieren. Zusammenarbeit mit IT ist nötig für WMS-/ERP-Anpassungen. Kommunikation mit Lieferanten und Spediteuren zur Terminüberwachung, Reklamationsbearbeitung und Frachtausschreibungen gehört ebenfalls dazu.

Welche fachlichen Kenntnisse sind erforderlich?

Wesentlich sind Kenntnisse in Lagerverwaltungssoftware und ERP-Systemen (z. B. SAP EWM, Infor), Grundlagen der Materialwirtschaft, Bestandsstrategien wie JIT oder ABC-Analyse sowie Kenntnisse in Verpackungs- und Transportlogistik und relevanter Vorschriften.

Welche methodischen und analytischen Kompetenzen sollte er haben?

Der Manager sollte Prozessoptimierung mithilfe von Lean-Methoden (5S, Kaizen), Datenanalyse zur Steuerung von KPIs (Lagerumschlag, Durchlaufzeit, Picking-Genauigkeit) und Projektmanagementfähigkeiten für Implementierungen besitzen. Sicherer Umgang mit Excel, Power BI oder anderen BI-Tools ist von Vorteil.

Welche sozialen und Führungsfähigkeiten sind wichtig?

Führungskompetenz, Coaching, Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen sind zentral. Kommunikationsstärke, Konfliktlösung und die Fähigkeit, Schulungen sowie Onboarding für Mitarbeitende zu organisieren, tragen zur Teamstabilität bei.

Wie wird Bestandsmanagement und Inventur organisiert?

Es werden regelmäßige Inventuren geplant (Jahresinventur, Cycle Counting oder permanente Inventur). Ursachen für Fehl- oder Überbestände werden analysiert und mit Maßnahmen wie Nachschubsteuerung, Anpassung von Meldebeständen oder Prozesserneuerungen behoben.

Wie läuft Versand, Verpackung und Retourenmanagement ab?

Verpackungsprozesse werden standardisiert, Versandoptimierungstools eingesetzt und Retourenprozesse definiert, um Kosten zu senken. Der Manager koordiniert Versanddienstleister wie DHL, DPD oder Hermes, verhandelt Verträge und überwacht Sendungsverfolgung sowie Schadensabwicklung.

Welche Rolle spielen Sicherheit, Compliance und Nachhaltigkeit?

Sicherheit umfasst Arbeitsschutz, Schulungen für Flurförderzeuge und ADR-konforme Lagerung von Gefahrgut. Compliance verlangt Dokumentation für Audits, etwa ISO- oder HACCP-Nachweise. Nachhaltigkeit zeigt sich in Verpackungsreduktion, energieeffizienter Fördertechnik und Emissionssenkung durch optimierte Tourenplanung.

Welche Ausbildungs- und Weiterbildungswege führen in die Position?

Einstiegsmöglichkeiten sind die duale Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik oder verwandte kaufmännische und technische Ausbildungen. Aufstiegsfortbildungen reichen vom Industriemeister Logistik über den Fachwirt bis zu staatlich geprüften Betriebswirten oder einem Studium in Logistik/Supply Chain Management.

Welche Zertifikate und Praxisqualifikationen sind sinnvoll?

Praxisnahe Zertifikate umfassen SAP EWM-Schulungen, Lean Six Sigma, Projektmanagement-Zertifikate (IPMA, PRINCE2) sowie spezialisierte WMS-Trainings. Staplerschein und Schulungen zu Arbeitssicherheit sind in der Praxis oft Pflicht.

Wie gestaltet sich das Gehalt und welche Zusatzleistungen sind üblich?

Das Gehalt variiert nach Branche, Region, Unternehmensgröße und Erfahrung. Tarifverträge im Handel oder der Industrie beeinflussen die Vergütung. Zusatzleistungen können Weihnachts- und Urlaubsgeld, Bonuszahlungen, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungsangebote sein.

Welche Karrierewege und Entwicklungsstufen gibt es?

Typische Karrierestufen sind Teamleiter, Lagerleiter, Bereichsleiter Logistik bis zu Rollen im Supply-Chain-Management. Wechsel in Beratung, Projektmanagement oder zu Logistikdienstleistern wie DB Schenker oder Dachser ist möglich.

Welche Trends und Chancen beeinflussen das Berufsbild?

Digitalisierung, Automatisierung, Robotik, IoT und KI verändern die Arbeit und erhöhen die Nachfrage nach qualifizierten Managern. Green Logistics und Nachhaltigkeitsinitiativen schaffen zusätzliche Aufgabenfelder. Branchen mit hoher Nachfrage sind E‑Commerce, Kontraktlogistik und die Industrie.

Welche Tipps helfen bei der Positionierung auf dem Arbeitsmarkt?

Praxisnachweise in WMS/ERP-Projekten, nachweisbare Führungserfolge, kontinuierliche Weiterbildung (z. B. SAP EWM, Lean) und Netzwerkpflege über Verbände wie die Bundesvereinigung Logistik (BVL) oder IHK-Kurse steigern die Chancen.
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