Ein Doppelwaschtisch bringt mehr Komfort in Familienbäder und gemeinsam genutzte Badezimmer. Zwei Personen können sich gleichzeitig waschen, Zähne putzen oder für den Tag fertig machen. So verkürzt sich die Wartezeit am Morgen und der Ablauf wird entspannter.
Damit der Waschplatz nicht überladen wirkt, kommt es auf eine gute Planung an. Maße, Bewegungsflächen, Stauraum, Beleuchtung und Materialien müssen zum Grundriss passen. Auch passende Armaturen, Spiegel und Leuchten tragen zu einem einheitlichen Gesamtbild bei.
Plane den Doppelwaschtisch möglichst früh. Wasseranschlüsse, Abwasserleitungen, Strom und weitere Sanitärobjekte müssen aufeinander abgestimmt werden. Praktische Waschtisch-Ideen für jedes Bad helfen dir dabei, eine passende Lösung zu finden.
In diesem Artikel erfährst du, wie du den Doppelwaschtisch an die Raumgröße anpasst und sinnvoll ausstattest. Für die Umsetzung sind die Einbaumaße des gewählten Modells, die Herstellerangaben und die baulichen Gegebenheiten vor Ort entscheidend.
Doppelwaschtisch richtig planen: Maße, Abstände und Raumaufteilung
Ein Doppelwaschtisch braucht mehr als eine breite Wand. Prüfe vor dem Kauf die Maße, Laufwege und Anschlüsse. So entsteht ein Waschplatz, der im Alltag bequem bleibt und zum Grundriss passt.
Welche Maße braucht ein Doppelwaschtisch?
Übliche Doppelwaschtische sind etwa 120 bis 160 Zentimeter breit. Kompakte Modelle beginnen bei rund 100 bis 120 Zentimetern. Großzügige Varianten erreichen 180 Zentimeter oder mehr.
Für zwei komfortable Waschplätze planst du pro Person etwa 60 bis 70 Zentimeter ein. Die Tiefe liegt meist zwischen 45 und 55 Zentimetern. In kleinen Bädern kann ein flacher Waschtisch mehr Bewegungsfläche schaffen.
Beziehe die gesamte Konstruktion in deine Planung ein. Waschtischplatte, Armaturen, seitliche Ablagen und Spiegelschrank benötigen zusätzlichen Raum. Prüfe bei zwei separaten Becken die Lage von Abfluss und Wasseranschlüssen.
Wie viel Platz sollte zwischen den Waschplätzen bleiben?
Zwischen den Mittelpunkten der beiden Becken gelten 60 bis 70 Zentimeter als komfortabel. Eine mittige Ablagefläche kann nützlich sein. Sie darf die Waschplätze nicht unnötig weit auseinanderziehen.
Plane seitlich etwas Abstand zu Wänden und Hochschränken ein. So erreichst du beide Becken leichter und kannst die Fläche gut reinigen. Vor dem Waschtisch sollten rund 70 Zentimeter freie Bewegungsfläche bleiben.
Beachte geöffnete Schubladen, Schranktüren und Spiegelfronten. Sie dürfen nicht mit WC, Dusche, Badewanne oder der Badezimmertür kollidieren. In einem Familienbad sollten die wichtigsten Wege frei bleiben.
Welche Montagehöhe ist für den Waschtisch ideal?
Als Orientierung gilt eine Oberkante von etwa 85 Zentimetern über dem fertigen Boden. Deine Körpergröße und die Bauart des Beckens beeinflussen die passende Höhe. Größere Personen empfinden eine etwas höhere Montage oft als angenehm.
Bei einem Aufsatzbecken musst du die Höhe der Platte und des Beckens zusammenrechnen. Die Platte sitzt meist niedriger als bei einem Einbau- oder Unterbaubecken. Ein wandhängender Unterschrank lässt sich in der Höhe flexibel befestigen.
Die Wand muss das Gewicht von Möbel, Platte und gefüllten Becken sicher tragen. Richte die Armaturen so aus, dass der Wasserstrahl in die Beckenmitte trifft. Für Kinder kann ein stabiler Tritthocker sinnvoll sein.
Wie lässt sich der Doppelwaschtisch in kleinen Badezimmern integrieren?
In kleinen Bädern passen kompakte Modelle mit geringer Tiefe gut. Zwei schmale Becken oder ein durchgehendes Becken mit zwei Armaturen sparen Platz. Ein wandhängender Waschtisch lässt mehr Boden sichtbar und wirkt leicht.
Schubladen nutzen den Stauraum unter dem Becken gut. Prüfe vor der Montage, ob die Auszüge frei öffnen. Ein Spiegelschrank verbindet Stauraum, Beleuchtung und Spiegelfläche auf kleiner Grundfläche.
Ecklösungen und asymmetrische Waschtische helfen bei Fenstern, Türen oder Installationsschächten. Entscheidend ist nicht die größtmögliche Breite. Ein etwas kleineres Modell mit freien Laufwegen bietet im Alltag oft mehr Komfort.
Stauraum und Ausstattung für einen funktionalen Waschplatz
Ein Doppelwaschtisch braucht ausreichend Stauraum für Handtücher, Pflegeprodukte, Kosmetik und Reinigungsmittel. So bleibt die Waschtischplatte frei und der Raum wirkt ruhig und ordentlich.
Ein Waschtischunterschrank mit breiten Auszügen bietet eine gute Übersicht. Innenauszüge, flache Fächer und Trennsysteme ordnen kleine Produkte. Jede Person kann ihren eigenen Bereich nutzen.
Ein Spiegelschrank nutzt die Wandfläche über dem Waschtisch. Dort bleiben häufig verwendete Pflegeprodukte griffbereit. Achte auf die Tiefe des Schranks und auf ausreichend Abstand zu Leuchten oder anderen Möbeln.
Hochschränke und schmale Seitenschränke nehmen Handtücher, Vorräte und Reinigungsmittel auf. In kleinen Bädern dürfen sie den Zugang zum Doppelwaschtisch und zu den Sanitärobjekten nicht versperren.
- Offene Fächer eignen sich für Handtücher und dekorative Körbe.
- Geschlossene Fronten schützen den Inhalt vor Spritzwasser.
- Breite Auszüge erleichtern den Zugriff auf Pflegeprodukte.
- Flache Fächer schaffen Ordnung für Rasierer und Kosmetik.
Plane Steckdosen für elektrische Zahnbürsten, Rasierer, Haartrockner und einen Kosmetikspiegel ein. Ihre Lage muss zu den Schutzbereichen im Bad passen. Die Installation gehört in die Hände eines Elektrofachbetriebs.
Für den Doppelwaschtisch kommen zwei Armaturen oder eine durchgehende Waschtischlösung infrage. Prüfe Bedienkomfort, Wasserverbrauch, Ausladung und Reinigungsaufwand. Berührungslose Armaturen fördern die Hygiene, während Einhebelmischer leicht zu bedienen sind.
Wähle pflegeleichte Oberflächen und gut zugängliche Siphons. Ein ausreichender Abstand zwischen Becken und Wand erleichtert die Reinigung. Handtuchhalter oder Haken sollten direkt am Waschplatz sitzen, damit jede Person ihr Handtuch bequem erreicht.
Beleuchtung, Materialien und Stil für das Badezimmer mit Doppelwaschtisch
Plane die Beleuchtung in zwei Ebenen. Eine gleichmäßige Deckenleuchte sorgt für Orientierung im Raum. Direkt am Doppelwaschtisch sind seitliche Leuchten oder eine gleichmäßig beleuchtete Spiegelfläche sinnvoll. Reines Licht von oben wirft oft harte Schatten unter Augen und Kinn.
Neutralweißes Licht mit etwa 3.000 bis 4.000 Kelvin wirkt angenehm und funktional. Achte zudem auf eine gute Farbwiedergabe, geringe Blendung und die Eignung für Feuchträume. Integrierte LED-Leuchten sind langlebig und sparsam. Eine dezente Nachtbeleuchtung erleichtert die Orientierung. Die Elektroplanung muss den Schutzbereichen im Bad entsprechen und sollte fachgerecht ausgeführt werden.
Wähle für Waschtisch und Möbel robuste, pflegeleichte Materialien. Keramik ist hygienisch und unempfindlich. Mineralguss erlaubt fugenarme Formen, reagiert jedoch empfindlicher auf Kratzer und Hitze. Auch Naturstein, Quarzkomposit, Glas, HPL und Holzdekor passen zum Waschplatz. Bei Holz sind versiegelte Flächen und gut abgedichtete Kanten im Spritzwasserbereich wichtig. Großformatige Fliesen verringern die Fugen und erleichtern die Reinigung.
Für einen modernen Stil eignen sich klare Fronten, dezente Farben sowie schwarze oder gebürstete Armaturen. Warme Holzdekore, Naturtöne und indirektes Licht schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Ein durchgehender Spiegel betont die Symmetrie und lässt den Raum größer wirken. Zwei einzelne Spiegel bieten mehr Freiheit bei der Gestaltung. Stimmen Sie Waschtisch, Spiegel, Leuchten, Fliesen und Möbel früh aufeinander ab.







